Baggerbesetzung am 30. Oktober

© Lukas Hörtnagl

Murretter aktiv! Am Montag Vormittag gab es eine Baggerbesetzung auf Höhe des im Juli geräumten Murcamp am Langedelwehr. Ein Bagger, der im Flussbett eine Baustraße immer weiter stadteinwärts aufschüttet wurde blockiert. Dadurch wurden die Bauarbeiten aufgehalten und der Aktivist verkündete sein Anliegen und seine Botschaft durch ein Megaphon. Er wurde von einer ständig wachsenden Gruppe von Menschen außerhalb des Bauzauns durch Trommeln und andere Solidaritätsbekundungen unterstützt.

© Sigrid Schönfelder

Nach ca. 2 1/2 Stunden beendete der Aktivist unter Applaus zahlreicher Unterstützer*innen die Baggerbesetzung mit einem Sprung in die Mur. Er ist wohlauf. Das Murcamp bedankt sich für seinen mutigen Einsatz für die Natur, dem höchster Respekt gebührt!

Protestmarsch und Mahnwache am 25. Oktober

Am 23. Oktober kam es wieder wenige Tage nach der Wahl zu Schlägerungen an der Mur – diesmal im Lavapark wo große und kleine Bäume abgeholzt wurden.
Wesentlich großflächigere Rodungen von weiteren tausenden stehen uns jedoch noch bevor. Bis zur Radezkybrücke reicht das für die Bauarbeiten abgesperrte Gebiet.

Wir wollen mit einem Protestmarsch und einer Mahnwache an der Mur ein Zeichen für unseren Fluss und unsere Stadtbäume setzen!

START PROTESTMARSCH
17:00 im Augarten (Augartensteg)

MARSCH
17:00 – 18:00: Vom Augarten marschieren wir am Radweg entlang bis zum Puchsteg. Dort findet die Mahnwache mit Kerzen statt.

MAHNWACHE
18:00 – 19:00 beim Puchsteg

Mitzubringen: Kerzen, Transparente, dunkle Kleidung

Laut.Stark.Wild Soli-Konzert am 20. Oktober im SUB

& Release-Party

by Essiggurkerl

#### FÜR EINE WIDERSTÄNDIGE UMWELTBEWEGUNG IN GRAZ ###

Wir haben gekämpft, haben uns mit mächtigen Gegnern angelegt, wir haben Leute kennen und lieben gelernt. Lange konnte kein Thema die Gruppierungen der Stadt so vereinen, wie der Protest gegen das neue Murkraftwerk. Trotz voranschreitendem Bau gilt es diese Vernetzung und vergangene, wie zukünftige gemeinsame Aktivitäten zu feiern. Die undemokratische Umsetzung der Interessen der wirtschaftlichen und politischen Elite können nicht tatenlos hingenommen werden. Daher rufen wir auf: es braucht eine Zivilgesellschaft, welche Widerstand leistet im Sinne von Mur und Natur.

#### TAG X RÜCKT NÄHER ####

Großflächige Rodungen können nun jeden Tag beginnen.

2. Oktober: Vorliegen der Baugenehmigung für den ZSK.

15. Oktober: Rodungserlaubnis nach Vogelschutzgesetz.

#### PROGRAMM ####

19:00 – 6:00

Wir haben ein dichtes Programm und beginnen um 19:00.

#### MUSIKVIDEO ####

Vor Kurzem haben wir ein Musikvideo gedreht, das in Kooperation mit der Vollversammlung abgesprochen und durchgeführt wurde.
Wir würden uns freuen, wenn ihr uns beim Verbreiten helfen wollen würdet ☺

Original-Upload

https://www.facebook.com/rettetdiemur.at/videos/1714148238893412/

Video auf Youtube

https://www.youtube.com/watch?v=SQkXGNAV8_E

#### MITARBEIT ####

Falls ihr euch vorstellen könnten mal eine Barschicht zu übernehmen, um die Crew zu entlasten, dann schreibt einfach eine Private Nachricht anEssiggurkerl

Vereinsveranstaltung. Mitgliedsausweise mitnehmen!

Vive la revolución! Vive l’aMur!

Achtung! Montag, 16. Oktober (ab 5 Uhr) möglicherweise Rodungsbeginn!

Kommt heute, 15. Oktober alle um 18 Uhr zur Vollversammlung! Morgen ist ein wichtiger Tag für uns Mur-Retter*innen und das liegt nicht (nur) an der Wahl sondern auch daran, dass mit 15. Oktober die Rodungssaison startet! Wenn du es heute nicht in die Cuntra schaffst, so sieh die Einladung zur „After Wahl Party an der Mur“ als Kurzanleitung für Montag früh!

„After Wahl Party an der Mur“ Mo. 16. Oktober ab 5 Uhr im Augarten

Bringt Kameras mit, dokumentiert auch zum Schutz der Aktivist*innen alles was passiert, vor allem Polizeieinsätze und das Verhalten von Security und Arbeiter*innen!
„Wenn ihr eine SMS erhalten wollt, sobald die Schlägerungen losgehen sollen, schickt eure Nummer via Nachricht oder via office@rettetdiemur.at an Rettet die Mur.
Radio Helsinki wird sein Programm umgehend unterbrechen und live berichten. „Wenn wir die Vorgänge gut dokumentieren, kann das Schutz und Orientierung für Aktivist*nnen und Bevölkerung sein“, erklärt ein Redakteur.
Ihr könnt an der Berichterstattung mitwirken und eure Beobachtungen via Telefon on air mitteilen. Wählt in diesem Fall 0316 830 880 80. Außerdem könnt ihr die Redaktion via https://twitter.com/von_unten erreichen. Beobachtet wird auch der Hashtag #Murkraftwerk.
Radio Helsinki ist auf 92,6 MHz und via Livestream zu empfangen: https://helsinki.at/livestream

Petition: Drüberbetonieren über NS-Zwangsarbeiterlager Graz Liebenau und seine Opfer stoppen!

Unterschreibt und verbreitet diese Petition! Das Arbeitslager Liebenau, durch das hunderte ungarische Juden getrieben wurden und wo in Massengräbern noch dutzende Leichen ermordeter NS-Opfer vermutet werden, darf nicht einfach zubetoniert werden und in Vergessenheit geraten!

https://www.openpetition.de/…/drueberbetonieren-ueber-ns-zw…

Außerdem nur noch heute und morgen um 18:30 im UCI Annenhof zu sehen: https://www.youtube.com/watch?v=MYGP1Jy6O3o&feature=youtu.be

Tools 4 Actions: Workshop und Aktionstage in Graz von 9. bis 15. Oktober

System Change, not Climate Change organisiert Anfang Oktober eine Workshopwoche zu Aktionsmethoden für jedermensch. Insgesamt umfasst das vielfältige Programm Methoden-Workshops, Aktionen, Inputs, gemeinsames Essen, Projektwerkstatt, DIY- und Bastelsessions und eine aktionistische Schnitzeljagd. Das genaue Programm findet sich unter http://systemchange-not-climatechange.at/de/t4a/

Warum?

Unsere von vielen Krisen gezeichnete Welt schreit nach Veränderung, Gerechtigkeit und einem guten Leben für alle! Weltweit finden sich immer mehr Menschen zusammen, die gezielt für den System Change eintreten und rote Linien aufzeigen – Kein weiter wie bisher! Um effektiv und kreativ aktiv werden zu können, benötigt es aber auch gewisse Fähigkeiten und Werkzeuge. Hier setzt “Tools 4 Actions” an – in einer Woche sollen geballt viele praktische Skills, Wissen und Erfahrungen in Form von Workshops weitergegeben werden. Kommt vorbei und GET ACTIVE!

Was? 

Workshops: Rechtshilfe-Basics; Cryptoparty: Sicherheit im Netz für Aktivist*innen; Aktionsplanung und Aktionsformen im Überblick; Demo-Organisation leicht gemacht; Flyerdesign für Jedermensch, Straßentheater, erfolgreich Veranstaltungen organisieren…
Kreativ werden: Bastelsession, DIY-Zeit für Banner, Schablonen, Flyer, etc.; Ideenwerkstatt
Aktiv werden: aktionistische Challenge / Schnitzeljagd; Kleinaktionen unter der Woche
Vernetzen: Filmabend; gemeinsamer Brunch als Abschluss (powered by Robin Food)
externe Programmpunkte: Foodcoop Krautkoopf stellt sich vor; Podiumsdiskussion zu ethischem Welthandel (Attac und GWÖ Steiermark)

Wie?

Alle Programmpunkte finden bei freiem Eintritt im Spektral (Lendkai 45, 8020 Graz) statt. Anmeldung ist nicht notwendig.
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Die Veranstaltung findet in Kooperation mit Greenpeace Team Graz, Verein gegen Tierfabriken, Südwind Steiermark, Radio Helsinki (Medienpartnerin), Murcamp, Crossroads – Festival für Dokumentarfilm und Diskurs statt, Rettet die Mur, Gegenstrom Graz, epicenter.works, Alternativreferat der ÖH Uni Graz statt.

Wochen des Aufruhrs – ES GEHT LOS

Es ist Ende September…
Der Sommer ist weitergezogen und der Boden deckt sich mit bunten Blättern, Kastanien, Nüssen und Äpfeln zu…
Für uns Mur-RetterInnen ist das keine gemütliche Zeit; jedoch eine energiegeladene. Es gilt nun, alle Augen und Ohren offen zu halten. Entlang der Murauen bis zur Radetzkybrücke wurde nun schon mit Bauzäunen abgesperrt. Es gab Reaktionen, wie Radiobeiträge, kleine Blockaden oder Schilder, die auf Metallgegenstände aufmerksam machten. Man merkt, es wird wieder ernst. Der vielfältige Widerstand gerät wieder in Fahrt.
Und er sollte bis zum 2. Oktober wieder stark und breit aufgestellt sein, um sich für Gerechtigkeit an der Mur einzusetzen. Es wird damit gerechnet, dass ab 2. Oktober wieder gerodet werden kann. AktivistInnen geben nun alles, um Menschen zu mobilisieren. Hierzu gibt es überall in den nächsten Wochen Programm:

*29.9. bis 1.10. das Festival für die Mur, mit Musik und Workshops
*gleichzeitig einige Workshops im Spektral, die von der „Tools 4 Action“-Woche von System Change vorgezogen wurden, um AktivistInnen für den 2. 10. zu wappnen
*6.10. bis 8.10. Disobedience-Kongress im Forum
*9.10. bis 15.10. „Tools 4 action“ im Spektral

Toll wird auch der T-Shirt Siebdruck: Am 30.9. am Tummelplatz, am 13.10. um 18 h im Spektral. Beim Kongress wird es einen Verkaufsstand geben. Es gibt ein tolles neues Logo, kommt zum Stand, um es euch anzuschauen und eure T-Shirts und Beutel zu verschönern.

Es ist wichtig, sich jetzt nicht ablenken zu lassen von Medien, die uns spalten oder die Vielfalt im Protest nicht sehen wollen. Wir haben immernoch alle das Ziel: Sofortiger Baustopp der Staustufe Puntigam und des Zentralen Speicherkanals!!!
Wir dürfen jetzt nicht aufgeben, es beginnt wieder eine turbulente Zeit aber gemeinsam können wir wirklich viel erreichen. Also kommt zur Demo und unbedingt zu den Workshops.

Solidarische Grüße von der Mur.

KLARSTELLUNG

Entgegen der Darstellungen mancher Zeitungen hat das Murcamp in der Nachricht „Murbäume gespikt“ vom 14.09., NICHT von eigenen Aktionen berichtet.

Es wurden Informationen weitergegeben. Dies erschien uns wichtig, damit nicht die Gesundheit und Sicherheit von Menschen und Tieren gefährdet wird. 
Das Murcamp ruft weder zu derartigen Aktionen auf, noch führt es sie durch.

Wir bedauern, dass manche Journalist*innen nicht den Anstand besitzen, eine Presseaussendung korrekt wiederzugeben. Stattdessen wurden falsche Informationen dazu gedichtet, um eine ganze Protestbewegung zu diffamieren und zu spalten.

Es wäre nicht das erste Mal, dass Lokalzeitungen versuchen unserer Bewegung zu schaden!
Lasst euch nicht spalten, lasst euch nicht lenken!

Murbäume gespikt

Bäume in den Murauen wurden von Aktivist*innen präpariert.

Am Mittwoch, 13. September wurden die Rodungsarbeiten an der Mur für den Zentralen Speicherkanal und das Murkraftwerk wieder aufgenommen. Nun haben Aktivist*innen mitgeteilt, sie haben in den zu rodenden Uferbereichen der Mur Bäume „gespikt“. Das „Spiken“ ist eine Methode, bei der Bäume mit Nägeln bzw. Metallgegenständen präpariert werden, um deren Fällung zu verhindern. Die Aktivist*innen warnen davor, dass das Schneiden dieser Bäume Sägen beschädigen und Menschen verletzen könnte. Ziel der Aktion ist, die Rodungen zu stoppen.